Die Tagung "Amtsdeutsch a. D. - europäische Wege zu einer
verständlichen Verwaltungssprache" stieß bei den mehr als
100 Besuchern aus Verwaltung, Wissenschaft und Öffentlichkeit
auf hohes Interesse.
Gespräche mit mehr als 30 Medienvertretern - auch überregionaler
Medien wie dem ZDF oder der Süddeutschen - dokumentieren,
dass das Thema "Verwaltungssprache" eine hohe öffentliche
Bedeutung hat und dass das IDEMA-Team mit seinen Arbeiten
für eine verständlichere Sprache von Behörden gemeinsam
mit den teilnehmenden Kooperationspartnern auf dem
richtigen Weg ist.
Ein Tagungsband ist in Vorbereitung.
14. August - öffentliche Veranstaltung
Eröffnet wurde die Tagung am 14. August durch den Prorektor
der Ruhr-Universität Bochum Prof. Dr. Tibor Kiss, Bochums
Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz, den Stifterverband für
die deutsche Wissenschaft vertreten durch Dr. Heinz-Rudi Spiegel
sowie durch Dr. Reinhard Timmer, Ministerialdirektor und Leiter
der Abteilung Verwaltungsmodernisierung im Bundesministerium
des Innern.
Im Anschluss erhielt die IDEMA-Projektleitung, vertreten durch
Prof. Dr. Dr. h. c. Hans-R. Fluck und Michaela Blaha, die
Auszeichnung "Ort im Land der Ideen" der Bundesregierung
und der Deutschen Wirtschaft. Die Auszeichnung wurde
überreicht von Oliver Knoch (Deutsche Bank).
Am Nachmittag schlossen sich Vorträge zur Frage an, wie es
um die Verwaltungssprache in Deutschland und in Europa
bestellt ist und welche Ursachen zu ihrer Schwerverständlichkeit
beitragen. Beiträge hierzu lieferten unter anderem Hans Allefeld,
Leiter des Geschäftsbereichs Seminare und Kongresse der KGSt
sowie Dr. Ole Schröder, Mitglied des Bundestages.
Auf dem Podium diskutierten neben den Rednern auch noch
weitere Gäste mit: Prof. Dr. Peter Heinrich, ehemaliger Rektor der
Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Berlin, Dr. Rainer Hüttenhain,
Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht Düsseldorf a. D. sowie
Dr. Hermann Wilhelm, Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW.
Hier zeigte sich noch einmal, dass die Wege zu einer verständlichen
Verwaltungssprache auf vielen Ebenen ansetzen müssen: in der
Ausbildung und in der Verwaltungspraxis, aber auch auf der Ebene
der Gesetze.
15. August - Fachveranstaltung
Am zweiten Tag kamen erstmals Vertreter verschiedener
europäischer Initiativen für eine europäische Verwaltungssprache
zusammen, um über ihre Erfahrungen zu berichten.
Und wie ein Vortrag von Prof. Dr. Dr. h. c. Hans-R. Fluck zeigte, haben sich
auch in Spanien, Italien, den Niederlanden und vielen weiteren Ländern
Initiativen für eine verständliche Sprache in der Verwaltung bestens bewährt.
In der angeregten Diskussion am Nachmittag zeigte sich, dass ein
Austausch untereinander das Lernen voneinander ermöglicht - dank
einem professionellen Übersetzerteam konnte der erste europäischer
Dialog dieser Art auch sprachlich barrierefrei stattfinden.
Eine verständlichere Sprache in der Verwaltung ist nicht nur wünschenswert,
sondern auch möglich - dies war das einhellige Fazit der Veranstaltung.
Entscheidend für den Erfolg solcher Initiativen ist in jedem Fall der Dialog
zwischen Sprachwissenschaftlern, Verwaltungsfachleuten und Experten aus
Recht und anderen Fachgebieten.
Die Tagung wurde gefördert von

